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ETF Sparplan Vergleich 2026: Der einfachste Weg zum Vermögen

Muss Geldanlage kompliziert sein? Nein. Mit einem ETF-Sparplan investierst du automatisch in die ganze Welt. Wir erklären dir, wie es funktioniert, warum Einzelaktien ohne das nötige Fachwissen gefählich sein können und welche Indizes wirklich Sinn machen.

Update: 05.01.2026
Lesezeit: ca. 12 Min.
Redaktionell geprüft

Stell dir vor, du könntest mit einem einzigen Klick Anteile an Apple, Microsoft, Amazon und tausenden anderen Firmen gleichzeitig kaufen. Genau das macht ein ETF. Er ist wie ein großer Korb, in dem hunderte Aktien liegen. Statt die Nadel im Heuhaufen zu suchen, kaufst du einfach den ganzen Heuhaufen.

Das Problem mit Einzelaktien: Warum Profis oft scheitern

Viele Anfänger machen den Fehler, direkt "die nächste Tesla" oder "das nächste Apple" suchen zu wollen. Das klingt verlockend, ist aber extrem riskant. Hier sind die Gründe, warum Einzelaktien für den Vermögensaufbau oft ungeeignet sind:

  • Das Klumpenrisiko:
    Wenn du 5.000€ nur in eine einzige Firma (z.B. Wirecard oder Varta) steckst und diese Firma pleite geht oder 90% an Wert verliert, ist dein Geld weg. Um dieses Risiko statistisch zu minimieren, müsstest du mindestens 30 verschiedene Aktien aus verschiedenen Branchen und Ländern kaufen. Das ist teuer und aufwendig.
  • Der Zeitaufwand:
    Wer Einzelaktien kauft, muss Geschäftsberichte lesen, Quartalszahlen analysieren und den Markt verstehen. Hast du Zeit, dich jede Woche stundenlang mit Bilanzen zu beschäftigen? Ein ETF nimmt dir diese Arbeit komplett ab.
  • Die psychologische Falle:
    Einzelaktien schwanken oft extrem (hohe Volatilität). Wenn deine Lieblingsaktie an einem Tag 20% fällt, verkaufen viele Anleger aus Panik – oft zum schlechtesten Zeitpunkt. Ein breiter Welt-ETF schwankt zwar auch, aber deutlich weniger drastisch.

Kleines ETF-Lexikon: Die Basics verstehen

Bevor wir in die Strategien einsteigen, klären wir kurz die Begriffe, über die du immer wieder stolpern wirst:

Diversifikation
Das Fachwort für "Nicht alle Eier in einen Korb legen". Durch breite Streuung (verschiedene Länder, Branchen, Währungen) senkst du das Risiko eines Totalverlusts auf fast Null.
Thesaurierend vs. Ausschüttend
Thesaurierend (Acc): Dividenden werden automatisch wieder angelegt. Das ist ideal für den Zinseszinseffekt ("Schneeball-Effekt").
Ausschüttend (Dist): Die Dividenden landen auf deinem Konto. Nett als passives Einkommen, aber steuerlich oft etwas aufwendiger.
Volatilität
Das Maß für die Schwankungsbreite. Eine hohe Volatilität bedeutet, dass der Kurs stark rauf und runter springt. ETFs haben meist eine geringere Volatilität als Einzelaktien.

Was ist ein ETF eigentlich?

ETF steht für "Exchange Traded Fund" (börsengehandelter Indexfonds). Anders als klassische Fonds, bei denen ein teurer Manager entscheidet, welche Aktien gekauft werden, bildet ein ETF stur einen Marktindex nach (z.B. den DAX oder den Weltmarkt).

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Günstig Da kein Manager bezahlt werden muss, kosten ETFs oft nur 0,2% Gebühren pro Jahr (statt 1,5% - 2,0% bei aktiven Fonds). Das spart dir über 30 Jahre tausende Euro.
  • Echte Diversifikation Ein Welt-ETF streut dein Risiko über verschiedene Länder und Branchen. Geht eine Firma pleite, merkst du das kaum im Gesamtportfolio.
  • Voll automatisiert Per Sparplan wird jeden Monat automatisch Geld von deinem Konto investiert. Du musst dich um nichts kümmern und nimmst die Emotionen aus dem Spiel.

Welche Kosten fallen an?

Beim Investieren gibt es zwei Kostenblöcke, die du kennen musst:

  1. Depot- und Ordergebühren (Die Bank): Das zahlst du an deinen Broker. Gute Anbieter (siehe Vergleich) bieten Sparpläne heute oft für 0,00€ an.
  2. Produktkosten (TER): Die "Total Expense Ratio" zieht der ETF-Anbieter (z.B. iShares oder Vanguard) automatisch vom Fondsvolumen ab. Ein guter Welt-ETF kostet heute zwischen 0,12% und 0,22% pro Jahr.

Strategie 1: Die "Ein-ETF-Lösung" (Für Bequeme)

Wenn du nach "Welt-ETF" suchst, triffst du immer auf diese drei Kürzel. Hier ist der direkte Vergleich der All-in-One Lösungen:

Index Inhalt (Länder) Anzahl Firmen Ø Kosten (TER)
MSCI World Nur Industrieländer (23)
Kein China, kein Indien!
~ 1.500 ~ 0,12% - 0,20%
MSCI ACWI Industrie- & Schwellenländer
Die "Komplettlösung"
~ 2.900 ~ 0,20% - 0,40%
FTSE All-World Industrie- & Schwellenländer
Konkurrenz zum ACWI
~ 3.700 ~ 0,22%

Strategie 2: Das klassische 70/30 Portfolio (Für Optimierer)

Viele Finanz-YouTuber und Experten schwören auf die Aufteilung in zwei separate ETFs. Dabei kaufst du nicht einen großen, sondern zwei spezialisierte:

  • 70% MSCI World: Nur Industrieländer (USA, Europa, Japan, etc.)
  • 30% MSCI Emerging Markets: Nur Schwellenländer (China, Indien, Brasilien, etc.)

Vorteile

  • • Du gewichtest Schwellenländer stärker (nach Wirtschaftskraft/BIP statt Börsenwert). Im normalen "All-World" machen sie nur ca. 10-12% aus.
  • • Oft ist die TER (Kosten) der beiden Einzel-ETFs im Mix minimal günstiger als ein All-World.

Nachteile

  • Rebalancing nötig: Wenn die USA gut laufen und China schlecht, verschiebt sich dein Verhältnis auf z.B. 80/20. Du musst dann aktiv verkaufen und kaufen, um wieder auf 70/30 zu kommen.
  • • Mehr Aufwand im Depot (zwei Sparpläne nötig).

Mein Fazit für Anfänger

Wenn du es so einfach wie möglich haben willst, nimm einen ETF auf den FTSE All-World oder MSCI ACWI. Damit deckst du alles ab und musst nie wieder "Rebalancing" betreiben.

Die 70/30 Strategie ist gut, aber der Mehraufwand lohnt sich für Einsteiger bei kleineren Summen oft kaum. Am wichtigsten ist: Fang überhaupt an!

Wichtige Risikohinweise (Disclaimer)

Rechtlicher Hinweis:

Alle Inhalte auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung, Rechtsberatung oder Steuerberatung dar. Wir geben keine Kaufempfehlungen für spezifische Wertpapiere ab.

Wertpapiere (Aktien, ETFs) unterliegen Kursschwankungen. In extremen Fällen ist ein Totalverlust möglich. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für die Zukunft. Bitte informiere dich vor jedem Kauf selbstständig in den Basisinformationsblättern (KID) der Anbieter oder konsultiere einen qualifizierten Anlageberater.

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