Früher war der Bankwechsel ein Wochenende voller Papierkram. Heute erledigt das eine Software für dich. Trotzdem zögern viele Deutsche, obwohl sie bei ihrer alten Bank hunderte Euro Gebühren pro Jahr zahlen. Wir zeigen dir, warum 2026 das beste Jahr für einen Wechsel ist.
Wann lohnt sich ein Wechsel wirklich?
Es gibt gute Gründe, der alten Hausbank den Rücken zu kehren. Prüfe deine aktuelle Situation:
- Zu hohe Gebühren:
Zahlst du noch Kontoführungsgebühren? Viele Filialbanken verlangen 5€ bis 15€ pro Monat. Das sind bis zu 180€ im Jahr, die du bei Direktbanken (C24, ING, Comdirect) sparen kannst. - Fehlende Features (Echtzeitüberweisung):
Ab 2025/2026 müssen Banken Echtzeitüberweisungen (Instant SEPA) standardmäßig anbieten. Doch viele Altkonten sind hier träge oder verlangen Aufpreise. Moderne Neobanken bieten das oft kostenlos. - Schlechte App & IT:
Wenn deine Banking-App ständig abstürzt oder du für jede Kleinigkeit in die Filiale musst, kostet dich das Lebenszeit. Moderne Banken lassen dich Kartenlimits, PINs und Sperrungen in Sekunden per App steuern.
Schritt 1: Das richtige Konto finden (mit Prämie)
Der erste Schritt ist der Vergleich. Achte nicht nur auf die Prämie, sondern auf das Gesamtpaket:
Karte & Bargeld
Ist eine Debitkarte (Visa/Mastercard) inklusive? Wie oft kannst du kostenlos an Automaten Geld abheben (oft 3-5x im Monat)?
Dispo & Zinsen
Wie hoch sind die Dispozinsen? Gibt es vielleicht sogar Zinsen auf das Tagesgeldkonto, das dranhängt?
Schritt 2: Der digitale Kontowechselservice
Seit 2016 sind Banken gesetzlich verpflichtet (Zahlungskontengesetz ZKG), beim Wechsel zu helfen. Fast alle großen Direktbanken nutzen dafür Partner wie fino oder Kontowechsel24.
So funktioniert es in der Praxis:
- Du eröffnest das neue Konto (Video-Ident).
- Du startest im neuen Online-Banking den "Wechselservice".
- Du loggst dich über dieses Tool einmalig in dein altes Online-Banking ein.
- Das Tool scannt deine Umsätze der letzten 12 Monate nach regelmäßigen Lastschriften (Miete, Strom, Netflix, Versicherung).
- Du wählst per Klick aus, wer informiert werden soll.
- Die neue Bank verschickt die Briefe/Mails automatisch. Fertig!
Profi-Tipp: Das Mehrkonten-Modell
Es ist extrem sinnvoll, nicht nur ein einziges Konto zu haben. Sollte deine Karte im Ausland gesperrt werden oder die IT einer Bank ausfallen, stehst du ohne Geld da.
Unsere Empfehlung: Behalte dein altes Konto (wenn es kostenlos ist) oder eröffne ein kostenloses Zweitkonto. Nutze eines für Gehalt & Fixkosten, das andere für Konsum & Reisen. Das erhöht die Sicherheit massiv.
Häufige Fragen (FAQ)
Wann sollte ich das alte Konto kündigen?
Habe Geduld. Wir empfehlen, das alte Konto noch 2 bis 3 Monate parallel laufen zu lassen. So stellst du sicher, dass auch jährliche Abbuchungen (z.B. KFZ-Steuer) nicht ins Leere laufen, falls das Amt den Wechselbrief übersehen hat.
Was passiert mit meinem Freistellungsauftrag?
Den Freistellungsauftrag (FSA) musst du bei der neuen Bank aktiv neu einrichten. Er wird nicht automatisch übertragen. Lösche den alten Auftrag bei der Kündigung, damit du das Volumen (max. 1.000€) beim neuen Konto nutzen kannst.
Kann ich meine alte IBAN behalten?
Nein, leider nicht (anders als bei der Rufnummernmitnahme). Die IBAN enthält die Bankleitzahl der Bank. Wechselst du die Bank, ändert sich zwingend die IBAN.
Kostet der Wechselservice etwas?
Nein. Der gesetzliche Kontowechselservice nach ZKG ist für Verbraucher in Deutschland kostenlos. Banken dürfen dafür keine Gebühren verlangen.